Ich spüre wie meine Kraft dahin schwindet, mein Körper immer leerer wird und mein Herz seine letzten, trägen Schläge tut. Alles ist so schwer, alles fühlt sich falsch an. Ich schleppe mich nur noch von einem Platz zum anderen. Ohne Ruhe, ohne jeglicher Orientierung. Sinn - das ist was mir so fehlt. Was ist der Grund? Warum fühle ich wie ich fühle? Die Dunkelheit schlingt sich immer mir um mich, drückt mir das Blut ab. Aber ich ringe weiter um Atem, um Leben. Doch wofür?
An meiner Brust blinkt ein Lämpchen, wie an der Tankanzeige eines Autos. Sie zeigt mir, wie kurz es nur noch ist, dass es sowieso bald aus ist.
Ich werde nicht rechtzeitig jemanden finden, der mich wieder mit Liebe oder wenigstens Kraft füllt. Ich werde am Weg verloren gehen. Am Straßenrad meiner Durststrecke stehen bleiben. Für immer.
Momentan rolle ich nur noch langsam voran, es kann sich nur noch um so kurze Zeit handeln, bis ich endgültig stehe. Und dann?
Dann werde ich nicht verweilen. Keinesfalls.
Ich werde den mickrigen Rest an Willensstärke zusammenkratzen und es beenden.
Denn in dieser Einöde werde ich nicht mein Leben verbringen. Und dass jemand vorbei kommt, in meinem Labyrinth der Einsamkeit, ist schier unmöglich.

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