Montag, 21. Mai 2012

Ich muss aber kann nicht weiter gehen..

.. Ich zerberste an allem. Breche an jeder noch so minimalen, simplen Aufgabe entzwei. Warum wundert es euch, dass ihr eure Hände an mir aufschneidet? Ich bestehe nur noch aus einem Haufen Scherben, tausende Teile einer glücklichen Vergangenheit. Zerrissen und in neuer Konstellation ein Ebenbild des Hasses und der Angst.
Etwas derartiges kann man auch mit größter Anstrengung nicht wieder heilen. Irrelevant wie lange und liebevoll du dich um mich kümmerst, mich wiegst, es wird nie werden wie es war. Nicht einmal annähernd.
Das Einzige, das mir noch nahe ist, sind dutzende pechschwarze Schatten. Sie leben in der Reflektion meiner Bruchstücke, trinken daraus das Licht, das sich spiegelt und mit ihm auch meine Kraft.
Sie feiern mit meiner Energie berauschende Feste und ich liege regungslos, überall verteilt, am Boden und sehe ihnen zu.
Solange bis all das Licht verbraucht ist, bis sie mich völlig leer gesaugt haben und ich meine Augen nicht mehr offen halten kann. Ihre Fratzen verschwimmen, ich höre nur noch ein fernes Rauschen. Irgendwann verschwindet alles, es ist völlig ruhig. Ich gehe und sie gehen auch.
Auf der Suche nach dem nächsten Gefallenen, in dem sie nisten können.
                                           

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