.. Ich verletze und ruiniere alles. Ich kann nicht mehr klar denken, weil der Hunger meinen Kopf so schwer macht, meine Gedanken vernebelt und meinen Körper wie Blei an mir hängen lässt. Meine Eltern weinen nur noch, mein kleiner Bruder hat Angst, alleine zu mir zu gehen. Jede Situation eskaliert, an allem scheitere ich.Ich fühle mich so schwach und nutzlos, so allein, so tot.
Die einzige für mich klar zu erkennende Tatsache ist, dass alles zertrümmert ist. Der liebenswerte Mensch, der ich einmal war, das Leben auf das ich so stolz gewesen bin und meine, von früher noch mit Blümchen und Glitzerbildern ausgeschmückte, Zukunft.
Ich denke mir Tag für Tag, ich wäre an dem Punkt angekommen, dessen Tiefgang man nicht mehr untergraben könne, aber ich werde jeden Morgen aufs Neue überrascht.
Als würde sich jede Nacht eine Art 'Zahnfee' ihren Spaß mit mir überlegen und mir ein paar grausame Unterhaltungen für den grauenden Tag unters Kopfkissen legen.
Aber was soll ich tun? Ich weiß, mein Hungern ist ein Auslöser, aber nicht der einzige. Auch als ich regelmäßig gegessen habe, bin ich in Verzweiflung versunken. Und einfach wieder weiter fressen? Niemals. Ich kann in diesem Körper nicht leben. Es ist einer meiner allerletzten Auswege aus diesem Albtraum, mit Perfektion zu entfliehen oder wenigstens einen Schritt weiter an ein halbwegs normales Leben heran zu kommen.

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