Ich will mich hiermit beweisen, ich will es nicht nur mir selbst, ich will es vor allem allen anderen, im insbesonderen ihr zeigen. Sie alle sehen lassen, wie weit ich gehen kann, wie stark ich bin. Dass ich hier nicht so wie sie nur simuliere, dass es mir schlechter geht, als allen hier zusammen. Dass sich in mir Dinge abspielen, die wahrscheinlich keiner von ihnen auch nur im Geringsten zu begreifen vermögen würde.
Ich würde schneiden, tiefer als jeder andere zuvor. Meinen Arm spalten, so wie es zu sein hat. In dem Moment verharren, an dem das blanke, erstarrte Fleisch mir entgegen blickt. Der Augenblick, in dem mein Körper aus purer Überraschung nicht zu reagieren vermag. Die Sekunden, in denen ich nur das perfekt weiße Gewebe und die durchtrennten Venen blitzen sehe.
Dann rappelt sich meinen erdgebundenes Ich wieder auf und meine ganze Hand beginnt zu pulsieren. Blut wabert mir entgegen, quillt aus dem klaffenden Loch, läuft in purpurnen Bächen an mir herab und ergießt sich auf dem Boden unter mir. Ein Lächeln huscht über meine Lippen, verfliegt dann aber sofort wieder. Ich nehme ein Tuch, drücke es gegen meine Hand und sehe zu, wie es sich über und über vollsaugt. Dann hebe ich es an, um einen zweiten Blick auf mein Werk zu werfen.Ich stehe auf, schnappe mir Mullbinden und Peha-Haft, lege es auf, wische eine einsame Träne aus meinem Augenwinkel und schlüpfe wieder unter meine Maskerade - jedoch erfüllt mit ein wenig Zufriedenheit.
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