Montag, 23. April 2012

Die Annahme,..


.. von der ich die letzten Wochen so überzeugt war, zerplatzt wie eine Seifenblase.
Genauso wie sie ist sie nur aufgeblasen von nichtssagender Luft. ‚Ich bin am Leben!‘, dachte ich, redete ich mir ein. Die Realitiät sieht genauso aus, wie immer schon. Ich bin noch genauso leer, so ängstlich und durch und durch erstarrt vor Kälte. Die andauernde Suche nach Personen, die mich lieben, um sie dann wieder wegstoßen zu können, ist nur die Bestätigung, die ich brauche, um mir vorzuspielen zu können, dass ich noch die Alte bin, dass ich noch zu ergreifen bin. Aber was mache ich hier wirklich? Wofür bin ich da? Ich kann nichts tun, außer alles zu verdrängen, zu überspielen. Wenn ich mich auf meine Emotionen einlasse treibt es mich nur wieder in den Wahnsinn wie jedes mal, in den Sumpf der langsam dem tiefen, suizidalen Abgrund zuwabert. Es gibt hier nichts für mich zu tun, ich kann mich nicht darauf konzentrieren, schulische Leistungen zu erstreben, versuche ich es, sitze ich im Endeffekt nur da und starre auf einen Punkt an der Wand. Ich kann mir nur Tag ein, Tag aus mit all meiner Kraft die Zähne daran ausbeißen, etwas an meinen zig Mäkeln zu ändern. Oder wieder in regungslose Depression zu verfallen.
Es macht mir wirklich Angst, dass diese Tatsachen so in mir festgeschweißt sind. Ich habe nicht den leisesten Schimmer, wie ich es ändern könnte, ich denke es ist einfach mein Charakter.

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