Sonntag, 11. November 2012

Meine Kunst war einfach besser, als ich sozusagen verrückt war. Ich will nicht verrückt sein, ich will ein normales Leben aber trotzdem will ich noch Kunst machen und das wird jeden Tag zum Kampf.

Ich stehe immer nur verloren am Rand des Lebens und sehe den anderen beim Spiel zu. Es ist schon passiert, dass der Ball abdriftet und bei mir landet, doch ich bin zu schmächtig und unsportlich, um ihn ordentlich zurück zu werfen. Ich verdrehe meinen Körper grotesk, der Ball fliegt einen kuriosen Bogen und landet an einem lächerlich weit entfernten Ort von dem, den ich anvisiert hatte. Unterdrücktes Lachen, verächtliches Schnauben und Kopfschütteln, dann wird mir wieder der Rücken zugedreht. Ich knie mich ins knöchelhohe Gras und presse die Handflächen gegen meine Ohren. Fester und fester, bis ich ihr glucksendes Gelächter nicht mehr hören kann.
Ich kneife meine Augen zusammen und zähle langsam. 3 .. 2 .. 1 Und alles ist verschwunden.
Da ist nur noch Stille, Dunkelheit. Ich bin alleine, doch die Einsamkeit tut weniger weh, als die Realität.
Manchmal, wenn mein Herz keinen Hauch Luft mehr in der Abgeschiedenheit findet, beginne ich mich zu sehnen. Ich male mir aus, wie es wäre mitzuspielen, dazu zu gehören.
Wäre ich nur nicht ich, würde ich alle Bälle fangen, Punkt über Punkt schießen.
Man würde mir zulachen, mich loben, den Arm auflegen. Ich wäre jemand.
Wäre ich nur nicht ich.

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