Mittwoch, 3. Oktober 2012

Oh diese Ironie..


So now I cut these loveless wrists. My head sure hurts today, I'll take another twenty pills and try to make my troubles go away. - Bayside

Ich bin mir nicht sicher, ob ich darüber lachen oder weinen soll. Es kommt mir vor, als würde ich in einer Realität gewordenen Sitcom leben. Ich spüre förmlich wie das künstliche Gelächter des Publikums in mir jedes mal, wenn ich stolpere, aufkommt. Aber auch nach all der Zeit tut es noch genauso, wenn nicht sogar viel mehr, weh am Boden aufzuschlagen.
Das hier ist nun seit so langer Zeit das erste Mal, dass ich mich wieder auf einen neuen Abschnitt einlassen wollte. Aber stattdessen endet es nur in Schnitten.
Die Hoffnung auf Liebe war das einzige, an dem ich mich festklammern konnte, anders hätte ich es wohl auch nicht zustande gebracht, in meine Vorlesungen zu gehen. Ich war so überzeugt davon, nach all den Jahren endlich den Ausweg gefunden zu haben, habe mich zum ersten mal seit einer Unendlichkeit so unbeschwert gefühlt. Es war als würde ich ihn schon immer kennen, das Vertrauen in mir war stärker als ich es mir je erträumt hätte. Alles passte plötzlich zusammen, der Teil, der bis nun immer in mir gefehlt hatte, wurde wieder eingesetzt und ich erstrahlte wieder in meiner schon für verloren geglaubten alten Form. Da war wieder das Glänzen in meinen müden Augen, an das ich mich nicht einmal mehr erinnern gekonnt hatte.
War er bei mir, war alles andere egal, nichts sonst existierte. Meine Zwänge ebbten ab, meine Trauer schwand, ich schöpfte langsam wieder Kraft, dachte, nichts könnte mir mehr etwas anhaben.
Und dann wurde ich um ein weiteres Mal ohne Vorwarnung hart auf den Boden der Realität zurück  geholt. Diesmal, so vermute ich, hat es nicht nur mein Herz zum aber-tausendsten Mal verfetzt, sondern auch mein restlicher Körper ist vollkommen entstellt. Meine Nase gebrochen, meine Beine auch und dazu jede einzelne Rippe. Jedenfalls fühlt es sich so an.

Wieder bin ich alleine. Allein mit meinem größten Feind und einzigen Freund, dem Schmerz.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen