I kissed the scars on her skin. I still think you're beautiful and I don't ever want to lose my best friend. I screamed out "God you vulture, bring her back or take me with her" - Pierce The Veil
Meine Arme sind entstellt, ein Chaos aus klaffenden Wunden starrt mir entgegen. Die Klingen sind wieder überall - in meiner Tasche, meiner Geldbörse, meinem Handy, in einem Stofftier, im Bettbezug, im Bad - wirklich überall. Die Schnitte sind tief, aber noch immer nicht einmal annähernd tief genug, um den wirklichen Schmerz zu überdecken. Mein ganzer Körper bebt. Mein Mund ist ausgetrocknet. meine Hände zittern bei jedem Schnitt. Meine Augen irren orientierungslos durch den Raum.Eure Stimmen dringen nur dumpf durch die dicke Hülle aus Pein zu mir, gleichen einem unruhigen Säuseln. Ich trommle permanent mit meinen Nägeln um das freigelegte Fleisch nicht noch weiter aufzureißen. Oft gleite ich aus der Realität, vergesse wo ich gerade bin. Man sieht meinen leeren Augen an wie viel Blut ich die letzten Tage verloren habe. Mir ist wieder andauernd kalt, meine Hände und Lippen sind ganz blau. Ich habe mir zig kleine Pflaster auf die Wunden geklebt. Sie sind gelb, mit kleinen Bären in Hosen.
Wann immer ich meine Ärmel hochziehe glotzen sie mich gehässig an. Ich bin mir nicht sicher ob ich sie mag. Aber so ruiniere ich mir wenigstens nicht noch mehr Kleidung. Meine Mutter hat wieder so viel geweint, ich wünschte, endlich weg von hier zu sein - nicht weil es mir hier nicht gut geht, nein, weil ich es nicht mehr ertrage alle zu enttäuschen. Ich träume noch immer davon jemanden zu finden, der mich einfach in den Arm nimmt, nur hält. Ich wünsche mir so sehr, die Wärme zu spüren, die seine Liebe ausstrahlen würde.Aber um ehrlich zu sein - ich habe es aufgegeben zu hoffen.
Ich will nicht mehr darauf setzen liebevoll aus der Dunkelheit gehoben zu werden. Wenn ich irgendwann hier hinaus komme, dann alleine. Und so wird es dann auch bleiben - ich werde die Blase der Depression zerplatzen und mich zurück ziehen. In genügsamer Einsamkeit. Ich glaube nicht, dass die pulsierende Ansammlung an Muskeln in meiner Brust noch fähig ist zu verzeihen, geschweige denn vertrauen.
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