Donnerstag, 26. Juli 2012

So treffen wir uns wieder, Mia.

Ich muss zugeben, dass es in der Zeit, in der ich mich hier nicht gemeldet habe, zwar nicht ruhig war - im Gegenteil - jedoch gab es nichts, das ich in Worte oder verständliche Sätze zu fassen vermocht hätte. Und wirklich, es tut mir leid einige zu lange im Stich gelassen zu haben. Aber jetzt bin ich wieder da.
Auch nun habe ich noch immer keinen Platz gefunden, in den ich passe, verschanze mich im Dunkeln, harre aus, hoffe und bange vor jedem morgendlichen Grauen. Ich starre zu oft in die Leere, die Leere, die auch mich ausfüllt wie schon so lange. Auch kann ich die Schmerzen heute genau so unmöglich handhaben wie vor zig Monaten, unendlich vielen Stunden.
Ich musste wieder Blut sehen, der Gedanke an ein Ende ist noch immer so allgegenwärtig und meine Nahrungsproblematik wurde nun wieder von Mia's liebevollen Brechreizen ergötzt.
Nein, ich habe sie nicht gemisst, überhaupt nicht.
Ich mag es, für mich sein zu können, liebe die Einsamkeit in der ich meine zarte Seele wie ein Neugeborenes in wunderschöner Melancholie in den Schlaf wiege. Und trotzdem windet sich etwas in mir dann und wann nach Nähe, nach Zuneigung. Aber ich will nicht mehr wahllos an mich reißen, mich Gelegenheiten hingeben. Ich kann warten, auch wenn es eine lange, durstige Strecke ist. Ich will nur noch die pure Liebe. Nie wieder Kompromisse, kein einziger.

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