Mittwoch, 27. Juni 2012

Oh, schenk mir etwas von ihrer Schönheit..

.. gib mir etwas von ihrer Grazie, ihrem Anmut. Nein, ich weiß selbst, ich werde nie an Menschen wie sie heranreichen, ich stehe wieder und wieder im Schatten all dieser Schönheiten. Sie rauben mir Licht und Wärme, saugen alles auf, nehmen es an sich und lassen mir keinen Tropfen übrig.
Sie drängen mich in eine Ecke, ihre Augen strahlen, hell und rein. Ich presse meine Lider aufeinander, beschämt davon, wie stumpf und leblos die meinigen sind.
Sie lachen über mich. Ein schrilles, hohes Lachen, das puren Hass und Ekel wiederspiegelt.
Ich will weg, weg von hier. Weg von ihnen, ihrer Überlegenheit und dem Wissen, mein Bestes geben zu können und ihnen trotzdem nie das Wasser reichen zu können.
Mein Herz ist ein einziges schwarzes Loch. Wie ein riesiger, schier endloser Schlund klafft es auf meiner Brust. Ich versuche mich zu verstecken. Vor all den bewertenden Blicken, dem Gelächter, den Gesten, den Wörtern die mir wie Klauen ins Fleisch schlagen und tiefe, wieder und wieder aufreißende Wunden hinterlassen.
Ich sitze hier, bete nie wieder jemanden von ihnen sehen zu müssen, wünsche mir, nie wieder aufzuwachen, hoffe, am nächsten Morgen wäre es anders.
Aber das ist es nie. Nie. Nie. Nie. Nie. Nie.

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