Dienstag, 5. Juni 2012

Ich habe keinen einzigen Freund.

Nicht einen einzigen, wenn es darauf ankommt. Niemanden, dem ich vertrauen kann, der wirklich hinter mir steht. Ich bin vollkommen allein.
Ich kann nicht wie ihr einfach jemanden anrufen und ihn fragen, ob er mit mir spazieren geht, ob er etwas unternehmen will. Nein. Ich bin allein, isoliert.
Keine beste Freundin, kein bester Freund, nicht einmal irgendeine Art von Freund.
Sogar meine Ex-Freunde haben sich mit einander angefreundet, aber ich bin allein.
Die ganze Welt hackt mit Messern auf mich ein indem sie sich einfach mit dem Rücken zu mir dreht.
Ich hasse euch nicht, ich hasse mich selbst. Ich hasse meine Art, die Züge in mir, die so sehr den Perfektionismus anstreben, so Angst haben jemandem weh zu tun, selbst verletzt zu werden, dass ich im Endeffekt mit meiner Übervorsicht jeden vergrault, abgestoßen habe.
Niemand will mehr mit mir zu tun haben.
Und jetzt? Soll ich mich einfach weiter in der Klinik mit Menschen abgeben, die dafür bezahlt werden, mich zu mögen? Ja, das ist wohl die einzige Möglichkeit, nicht einsam zu verenden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen