Wie ein ekelhaftes Maul klafft mir ein monströses Loch entgegen. Gewebe quillt heraus. Glotzt mich an wie ein fremdartiges Wesen. Alles dreht sich. Auf einmal laufen rote Bäche an meiner Hand herab, tropfen auf den Boden.
Ich taumle los. - ES WAR ZU VIEL! - Mir wird übel. - DAS WOLLTE ICH NICHT! - Ich reiße die Tür zu meiner Klasse auf und stottere mit gebrochener Stimme 'Nathalie, bitte komm..' Sie sieht mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich sehe das blanke Entsetzen über ihr Gesicht huschen. - tropf, tropf -
Der Boden unter mir trägt meinen roten Namen.
Im Endeffekt habe ich wieder alle enttäuscht, habe all meine Vorsätze gebrochen, werde nun lang genug von den abfälligen Blicken meiner Klassenkameraden verfolgt, bin wieder am Anfang angekommen.
Ich musste ins Krankenhaus nähen fahren. Es war ein Albtraum, meine Wunden derartig offen, vor so vielen Fremden, zu zeigen. Nun kann ich wieder mit Verband herumgehen. Wenn schon, dann hätte ich meine Wunde so gern von selbst verheilen gelassen. Ich fühle so ein unglaubliches Verlangen danach, mir alle Nähte aus dem Fleisch zu reißen. Ich will die Narbe - etwas das mich verdammt nochmal an meine Dummheit erinnert! - endlich einen Weg, der mich abhält!Obwohl ich selbst weiß, dass dies hier nur wieder meinen unstillbaren Durst nach Blut entfacht hat. Meinem Blut..
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