.. in einem Bett, dass der Zimmerjunge immer, aus Dank für die
Münzen auf den Kissen, mit Herzen aus Blüten verziert. Ich habe Angst, Angst
hier etwas zu verpasst zu haben. Angst, nicht genug um das Geld getan zu haben,
dass meine Eltern für diesen Urlaub erarbeiten mussten. Angst davor, dass
Ahnung sich in die Ziffern, unverleugbarer Wahrheit der Waage, wandelt. Angst
vor dem Alltag, der mich erwartet, dem ersten Tag an dem ich nicht mehr von der
Station aus, sondern von zu Hause aus, in die Schule gehen muss. Angst davor,
bestimmten Personen mit diesen neu erworbenen wogenden Tonnen an Fett entgegen
zu treten, in die Augen zu sehen und genau zu wissen, dass sie mich übertrumpft
haben. Aber am meisten vor dem unerträglichen in mir, mit dem ich nicht umgehen
kann, dem Piano, dass jede Sekunde meines Lebens in vor Emotion wallender
Melodie, der erdrückenden Sorte, ertränkt - ähnlich dem "Comptine D'un Autre Été " von Yann Tiersen,
falls es euch bekannt ist - voll Gefühlen, zu vielen um sie zu deuten.
Erinnerungen, beklemmend und zutiefst berührend. Alles ist wie von einem
Vintage Filter überzogen. Von außen nett anzusehen, jedoch nicht leicht zu
umschreiben. Genauso schwer wie sich von dieser Melodie zu trennen, ein Lied,
wie mein bester Freund, der dich jedoch immer zu Boden zieht wie Blei.
Irgendwann
muss ich mich entscheiden, lebe ich ohne ihm, oder lasse ich mich von den
tückischen Tönen zu Tode lieben.
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